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Freitag, 03. Sep 2010
 
 
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Die beiden Wettkampfdisziplinen der World Karate Federation (WKF) sind Kata (Form) und Kumite (Kampf mit dem Partner). Beide Ausdrücke sind dem traditionellen Karate entlehnt und stammen - wie die gesamte Fachterminologie - aus dem Japanischen.


KATA

  • Eine Kata besteht aus einer sinnvollen Aneinanderreihung festgelegter Verteidigungs- und Konteraktionen aus einem überlieferten Karate-System (Dauer ca. 45 Sek - 2 Min)
  • Eine Kata symbolisiert einen Kampf gegen imaginäre Gegner.
  • Katas sind überliefert und daher in ihrer Technikfolge und -ausführung vorgegeben.
  • Es sind viele solcher Katas überlifert, die durch die Unterschiedlichkeit der traditionellen Stilrichtungen oft auch in verschiedenen Variationen vorliegen. Jede Kata hat einen überlieferten Namen.
  • Die im WKF-Wettkampf üblichen Katas stammen aus den traditionellen Stilrichtungen, doch hat sich im Laufe der Jahre ein eigener Wettkampfstil entwickelt, in dem die spezifischen Unterschiede der klassischen Stilrichtungen verwischt erscheinen.
  • Es werden sowohl Einzel- als auch Teambewerbe ausgetragen.
  • Gemäß den neuen WKF-Regeln seit 2001 werden, gleich dem Kumite, Wettkampfpaare ausgelost. Der jeweilige Sieger wird per Flaggensystem ermittelt. In den Vorrunden haben die Wettkämpfer je Stilrichtung zwei standardisierte Katas (Shitei) vorzuzeigen. In Viertelfinale, Semifinale und Finale herrscht freie Kata-Wahl (Tokui). Wie im Kumite gibt es auch Trostrunden, in der die zwei Drittplatzierten ermittelt werden.
  • Beim Teamkatawettkampf haben die Finalisten zustätzlich zur Kata eine selbstkreierte Kata-Anwendung (Bunkai) vorzuführen, die in die Endbewertung einbezogen wird.


KUMITE

  • Kumite ist eine Zweikampf-Disziplin, die in verschiedenen Gewichtsklassen ausgetragen wird.
  • Die Regeln verlangen kontrollierte Aktionen - dies betrifft nicht nur den Kontakt zum Kopf, sondern auch zum Körper (Skin Toching). WKF-Sport-Kumite verzichtet auf Trefferwirkung und hat gar nichts mit einem Vollkontakt-Karate zu tun.
  • Regelverstöße ziehen Verwarnungen, in der weiteren Folge Strafpunkte bzw. den Ausschluss vom Kampf oder Turnier nach sich.
  • Für wertbare Techniken werden durch das Kampfgericht 1 - 3 Punkte vergeben. (1-Ippon, 2-Nihon, 3-Sanbon)
  • Zur Vergabe der Wertungspunkte bzw. zur Aussprache von Verwarnungen und Strafen wird der Kampf unterbrochen.
  • Die Nettokampfzeit beträgt bei den Herren 3 Minuten, sowie bei Damen, Jugend und Junioren 2 Minuten.
  • Sieger ist derjenige, der innerhalb der Kampfzeit 8 Punkte in Führung liegt bzw. der nach Ablauf der regulären Kampfzeit punktemäßig in Führung liegt.
  • Bei Punktegleichstand wird der Kampf verlängert; Sieger ist in diesem Fall, wer den ersten Punkt erzielt. Wird kein Punkt erzielt entscheidet die Kampfrichter-Majorität.
  • Es werden sowohl Einzel- als auch Teambewerbe ausgetragen.